Schlechte Tradition: Wieder Sandhausen. Wieder eine Heimpleite.

Hieß es bisher immer, St. Pauli ist der Angstgegner von RB Leipzig, so hat sich nun auch Sandhausen dazu gesellt. Allerdings muss man ehrlicherweise sagen, dass die Leipziger diesmal nicht sonderlich motiviert schienen. Irgendwie wirkten sie etwas unkonzentriert. Das kann man er kurzen Zeit zwischen dem Düsseldorf-Auswartsspiel und dem Sandhausen-Heimspiel zum Teil zuschreiben, aber im Ganzen schien es fast, als wäre den Jungs nicht klar, dass sie um den Aufstieg mitspielen.

Rangnick hatte die Mannschaft nach der überragenden Vorstellung in Düsseldorf mit Poulsen und Selke als Doppelspitze in die Partie geschickt. Doch irgendwie wollte der Knaller diesmal nicht zünden. Stattdessen war SVS-Torwart Knaller derjenige, der ein gutes Spiel ablieferte.

Die Partie hielt gleich zu Beginn eine Schrecksekunde bereit, als einer der Schwarz-Weißen Gäste völlig frei im Strafraum knapp am Ball vorbeischlitterte. Ebenso hatte Leipzig Glück, dass ein Foul durch Ilsanker freundlicherweise auf außerhalb des Strafraums gepfiffen wurde und es nur Freistoß gab.

Ansonsten mauerten die Gäste gut, Leipzig fehlten die Ideen und so ging es zu Recht 0:0 in die Kabine. Doch auch nach der Pause tat sich nicht viel in die richtige Richtung. Stattdessen kam Sandhausen nach einem Konter zu einem slapstickartigen Ping-Pong-Tor, bei dem Gulácsi den Ball zunächst abwehrte, der aber aus kurzer Distanz direkt wieder zu Vollmann fand, der ihn dann zum letztlichen Siegtreffer einschob. Bei der Betrachtung der Bilder sieht es für mich fast ein bisschen so aus, als hätte Vollmann dabei aber den Oberarm zu Hilfe genommen. Nun ja.

Am Freitag war also erstmal wieder schlechte Stimmung. Glücklicherweise zeigte auch Nürnberg wieder Nerven und verlor gegen den KSC, womit der Abstand auf Platz drei nach wie vor bei sechs Punkten steht. Aus den letzten vier Spielen reichen also zwei Siege und ein Unentschieden, um den Aufstieg perfekt zu machen. Hoffen wir, dass die Rasenballer jetzt wieder wach sind und wirklich am Ende mit einem blauen Auge davonkommen.

Heute Abend noch das Spiel Braunschweig gegen Freiburg. Schaun mer mal, was da so passiert. Es wäre aber fast zu absurd, wenn Freiburg dort heute auch verlieren würde und die Heimniederlage somit keine Konsequenzen hätte.

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Stein

Kam spät zum Fußball, versuchte sich dann im Texte verfassen bei den Männern. Mittlerweile Hauptaugenmerk auf den RB Frauen in Text- und vor allem Bildform. Findet, dass Frauenfußball allgemein sträflich vernachlässigt wird. Da muss sich was ändern!

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