Platz zwei ist Lava: Schneckenrennen in der Bundesliga

Da sag noch mal jemand, die Bundesliga wäre nicht spannend! Gut, klammern wir mal die Bayern aus. Sah zwar erst so aus, als würde dieses Jahr vielleicht mal jemand anderes die Chance auf diesen gravierten Riesenuntersetzer bekommen, aber auch der boszte Trainer konnte daran nun nichts ändern. Dortmund! Was für ein Saisonstart! Alter! Meister 2017/18! Aber sowas von. Und die Bayern? Ha! Was für Lauch! Kaum sind zwei Leistungsträger weg, gehen sie baden! Haha! Und jetzt noch der Ancelotti weg!

Und dann holen die den Heynckes aus dem Seniorenstift zurück. Mannoman! Zu allem Überfluss stellen sie in Dortmund fest, dass sie anfangs echt glückliche Spieltagsansetzungen hatten. Aber dann kam Leipzig. Bäm! Genickbruch! Seitdem sah es doch nicht mehr so gut aus. Dann also doch Leipzig Meister! Geil!

Ach nee, machen auch nicht mit. Im Gegensatz zu den Bayern, wo es nun rollt. Also wie gesagt: Klammern wir die mal aus. Aber was passiert da auf den Plätzen zwei und weiter runter? Leipzig nagte sich an Platz zwei fest, performte aber nicht mehr so richtig prickelnd. Auch nicht die Dose. Eieiei, wir stürzen ab!

Nee, doch nicht. Spieltag um Spieltag vergeht und die Verfolger – nennen wir sie „Verfolger“, das trifft es besser – patzen im Gleichschritt. Da hat der zweite weniger Punkte als je zuvor seit Einführung der Dreipunkteregel. Und selbst gestern schien es lange so, als hätte Schalke wieder eine riesige Angst, den direkten Bayernverfolgerplatz einzunehmen. Tja, dumm gelaufen für die Knappen. Jetzt sind sie doch Zweiter. Und Leipzig endlich richtig abgerutscht. Leistungsgerecht. Nu, ja. Platz drei halt. Weils eben dahinter verdammt gemächlich zugeht.

Jetzt sind also die Plätze 2-10 sehr eng beieinander; Championsleague oder Mittelfeld. Da kann ein Spiel den Unterschied machen. Bzw. könnte. Wenn nicht immer alle Unentschieden spielen würden. Gleichberechtigung mal anders. Und dann gibt es noch die Plätze 11-17. Da ist auch alles drin. Für alle. Eigentlich spannend.

Ach ja, Köln gibt es auch noch. Die sind quasi das Bayern der unteren Tabellenhälfte. Uneinholbar dem Abstieg geweiht. Schade irgendwie. Und St. Öger, der sich auskennt, wenn es darum geht, drei Punkte zu holen, wechselt mal eben zu Dortmund. Und holt drei Punkte.

Die Saison kann also durchaus noch spannend werden. Abgesehen von Platz 1 und Platz 18. Schade. Und das bei dem diesjährigen Schneckenrennen.

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vonStein

Kam spät zum Fußball, versuchte sich dann im Texte verfassen bei den Männern. Mittlerweile Hauptaugenmerk auf den RB Frauen in Text- und vor allem Bildform. Findet, dass Frauenfußball allgemein sträflich vernachlässigt wird. Da muss sich was ändern!

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