RB-Halbfinale perfekt: #RBLFrauen gewinnen 6:0 gegen SG LVB

Landespokal Frauen: SG LVB -vs- RB Leipzig

Der Sächsische Fußballverband hatte schon vor dem Spiel keinen Zweifel dran aufkommen lassen, dass dieses Pokalviertelfinale nur zugunsten der RB Leipzig Frauen ausgehen kann. Und auch Trainerin Katja Greulich sprach von einem Trainingsspiel, bei dem man die Konzentration hoch halten müsse. Am Ende stand ein Spielstand in Übereinstimmung mit der Prophezeihung. Das heißt: Es wird ein reines RB Frauen Halbfinale im Landespokal geben.

Schneller Beginn

Dass hier heute nichts anbrennen sollte, machte Natalie Teubner schnell klar. Bereits in der 2. Minute mit dem ersten ausgespielten Angriff versenkte sie den Ball im Netz. Damit fing der Nachmittag für die Gastgeber ähnlich schlecht an, wie es für sie gerade in der Landesliga läuft. Dennoch versuchten sie, defensiv gute Arbeit zu leisten. Allerdings blieb der Druck der RBL Frauen dauerhaft hoch, so dass keine Entlastung erreicht werden konnte. Eigene Angriffe waren Mangelware, kam doch mal ein Pass an, wurde schnell von RB geklärt.

Zähe erste Halbzeit

Zwar fiel in der 15. Minute der verdiente zweite Treffer durch Lena Güldenpfennig, das war es dann in Sachen Halbzeitergebnis aber auch schon. Trotz deutlicher Feldüberlegenheit fehlte es am Ende immer wieder an der letzten Präzision und auch an den einstudierten Abläufen. Dies war aber wohl auch der Tatsache geschuldet, dass Trainerin Katja Greulich an der ein oder anderen Stelle die Stammkräfte schonte.

Spielerinnen der zweiten Mannschaft bekommen Chance

So standen die eben schon erwähnte Lena Güldenpfennig, Josefine Schaller, Lucy Hüllmann und Jasmin Petters in der Startelf, die in letzter Zeit eher in der zweiten Mannschaft ihre Einsatzzeiten bekamen. Auch im Tor gab es einen Wechsel. Statt der sonst gesetzten Gina Schüller, hielt heute Stella Busse den Kasten rein. Gar nicht mit im Kader standen die eigentliche Kapitänin Marie-Luise Herrmann sowie Johanna Kaiser, Lea Mauly und Madlen Frank. Auch Anja Mittag schaute diesmal nur zu.

Frische Kräfte für Halbzeit zwei

In der Halbzeit wechselten die Gäste zweimal. Anika Metzner kam für Natalie Grenz, die bereits in der ersten Halbzeit immer mal wieder Probleme hatte und ein wenig unrund lief. Emily Reißmann ersetzte Jasmin Petters und kam so mal auf ein paar mehr Spielminuten als zuletzt. Bereits kurz vor dem Pausenpfiff musste Lucy Hüllmann mit einer Leistenzerrung den Platz verlassen. Für sie kam Chiara Benedetto ins Spiel.

Mehr Druck

In den ersten Minuten nach Wiederanpfiff wurde deutlich, dass nun mehr Druck und mehr Zielstrebigkeit in die Partie kamen. Nach zwei Torraumszenen, die durchaus auch in was Zählbarem hätten münden dürfen, wurde Natalie Teubner im Strafraum zu Fall gebracht. Der Schiri entschied auf Strafstoß, den die Gefoulte in der 54. Minute selbst trocken verwandelte. Schon kurz darauf, in der 55. Minute,  war es wieder Lena Güldenpfennig, die zum 4:0 einschob. Man merkte nun auch bei den Gastgeberinnen deutlich, dass der allerletzte Wille fehlte.

Joker- und Artistiktore

In der 71. Minute kam dann mit Luci Schröder erneut eine Spielerin, die normalerweise eher in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommt. Dass sie nicht nur dort gute Leistung zeigt, demonstrierte sie knapp fünf Minuten später. Knapp nicht im Abseits köpfte sie nach einer RB-Ecke, die ein wenig im Strafraum Ping-Pong spielte zum 5:0 ein. Das 6:0 durch Larissa Schreiber in der 84. Minute fiel nachdem ein scheinbar geklärter Ball mit günstiger Flugkurve direkt auf den Strecksprungfuß… Nee, jetzt wirds zu verschwurbelt. Larissa Schreiber sprang auf jeden Fall wunderbar in einen Ball und kickte ihn mit dem Außenrist ins Netz.

Weitere Möglichkeiten

In der Folge hätten durchaus noch die Tore sieben und acht fallen können. Doch bei einem Distanzschuss von Fuko Takahashi half die Latte und eine gute Flanke von Anika Metzner, die bei Natalie Teubner landete, fand dann letztlich nur ihren Weg knapp am Tor vorbei.

Halbfinale zwischen erster und zweiter Mannschaft

Mit dem Sieg steht nun also fest, dass es wahrscheinlich am 8. März 2020 zu einem vereinsinternen Halbfinale kommen wird. Damit steht auch auf jeden Fall fest, dass eine RB Leipzig Frauenmannschaft im Finale des Sachsenpokals stehen wird. Da Phoenix Leipzig nicht gerade unüberwindbare Hürden vor der Brust hat, läuft alles auf eine Wiederholung des 2019er Finales hinaus.

Daten zum Spiel

Aufstellung:
Stella Busse (TW) – Josefine Schaller, Lucy Hüllmann (Chiara Benedetto, 35.), Sophia LöserJasmin Petters (Emily Reißmann, 46.), Fuko Takahashi, Natalie Teubner, Lena Güldenpfennig (Luci Schröder, 71.) – Larissa Schreiber, Natalie Grenz (Anika Metzner, 46.), Lisa Reichenbach

Weitere Wechselspieler:
Gina Schüller (ETW)

Zuschauer:
70 am LVB Großfeld, Neue Linie

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vonStein

Kam spät zum Fußball, versuchte sich dann im Texte verfassen bei den Männern. Mittlerweile Hauptaugenmerk auf den RB Frauen in Text- und vor allem Bildform. Findet, dass Frauenfußball allgemein sträflich vernachlässigt wird. Da muss sich was ändern!

Blog Comments

[…] weitere Pflichtaufgabe stand den Mädels aber doch noch bevor: Gegen SG LVB sollte der Einzug ins Halbfinale des Landespokals klar gemacht werden. Mit 6:0 wurde dies auch trotz einer B-Elf ungefährdet erreicht und so steht am 3. März 2020 eine […]

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